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Gutes Start ins neue Jahr 2026
Bildnachweis: istock.com/Galeanu Mihai
Gutes Start ins neue Jahr 2026
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Wie geht der Weihnachtsspeck weg? Ein gesunder Neustart nach den Feiertagen

Die Wochen rund um Weihnachten und Silvester fühlen sich oft wie eine kleine Auszeit vom Alltag an: gutes Essen, süße Leckereien, gemütliche Abende und meist deutlich weniger Bewegung. Im Januar zeigt sich dann schnell, dass die Feiertage Spuren hinterlassen haben. Die Hosen sitzen enger, die Treppe fordert einen kleinen Schnaufer mehr und der Gedanke drängt sich auf, wie die zusätzlichen Kilos wieder verschwinden können, am liebsten ohne Druck und ohne strenge Diät.
Die gute Nachricht: Es braucht oft nur ein paar sanfte Veränderungen, um den Körper zu entlasten und mit neuer Energie ins Jahr zu starten. Dieser Beitrag zeigt, wie das gelingt. Schritt für Schritt, leicht umsetzbar und ganz ohne Extremprogramme.

Warum fühlen sich nach Weihnachten viele schwerer und weshalb ist das völlig normal?

Nach ein paar Tagen voller Festessen, Plätzchen und „Ach komm, ein Stück geht noch“ wirkt der Körper im Januar oft ungewohnt schwer. Die Lieblingsjeans kneift, der Bauch wirkt runder und beim Treppensteigen fragt man sich, ob das schon als Training zählt. Das ist vollkommen normal. Der Körper reagiert auf viel Zucker und Salz, wenig Schlaf und reichlich Genuss. Ein großer Teil des scheinbaren „Weihnachtsspecks“ besteht aus Wasser und gefüllten Energiespeichern, nicht aus echtem Körperfett.

Was passiert nach den Feiertagen im Körper?

Mehr Kohlenhydrate → mehr Wasser
Festtagsessen sind echte Wassermagnete. Jeder zusätzliche Kohlenhydratvorrat zieht Flüssigkeit an, das macht sich auf der Waage bemerkbar, nicht unbedingt in der Realität.

Mehr Salz → mehr Einlagerungen
Braten, Käse, Chips, Raclette – Weihnachten ist praktisch ein Salzfestival. Und Salz liebt es, Wasser festzuhalten.

Weniger Bewegung → langsamere Verdauung
Wer sich zwischen Sofa, Esstisch und Plätzchendose bewegt, spart zwar Zeit, aber verlangt dem Verdauungssystem einiges ab.

Mehr Alkohol + wenig Schlaf → Stoffwechsel im Urlaubsmodus
Der Körper arbeitet gemächlicher – verständlich, schließlich hatte er ja auch „Feiertage“.

Wie viel davon ist wirklich “echter Speck”?

Um ein Kilo Fett aufzubauen, braucht es rund 7.000 zusätzliche Kalorien. Das gelingt selbst an Weihnachten nicht so schnell, wie man manchmal befürchtet. Die meisten nehmen über die Feiertage tatsächlich viel weniger Fett zu, als der Januar vermuten lässt. In der Regel sind es etwa ein halbes bis ein Kilo.

Kurz gesagt:

Der Januar-Schrecken im Spiegel ist zu großen Teilen nur ein „Weihnachts-Effekt“ und der geht genauso schnell, wie er gekommen ist.

Die beste Ernährung für den Neustart nach den Weihnachtstagen

Wer den Weihnachtsspeck loswerden möchte, muss nicht hungern oder den Kühlschrank zum Sperrgebiet erklären. Viel effektiver ist ein sanfter Neustart, der dem Körper wieder gibt, was er wirklich braucht: Ruhe, Nährstoffe und eine kleine Portion Struktur. Nichts Radikales, eher ein freundliches „Wir sortieren uns mal wieder“.

Kleine Veränderungen, große Wirkung

Für einen guten Start braucht es kein strenges Kalorienzählen. Oft reicht es, hier und da ein bisschen leichter zu essen oder ein paar Schritte mehr in den Alltag einzubauen. Diese kleinen Veränderungen reichen oft völlig aus, um den Körper behutsam zu entlasten, ohne Leistungsdruck und ohne Energieeinbruch.

Das könnte zum Beispiel so aussehen:

Lebensmittel, die jetzt besonders guttun

Nach den Festtagen möchten viele einfach wieder normal essen, ohne Schweregefühl und ohne den ständigen Süßhunger. Besonders hilfreich sind jetzt Lebensmittel, die satt machen und dem Körper Leichtigkeit geben, vor allem Proteine und viel buntes Gemüse.

Proteine: die stillen Helden nach dem Festgelage

Nach dem Weihnachtsmix aus Süßem, Herzhaftem und „ein bisschen von allem“ tut Eiweiß dem Körper richtig gut. Proteine machen angenehm satt, bringen Struktur in den Appetit und unterstützen den Stoffwechsel dabei, wieder in einen ruhigeren Rhythmus zu finden. Außerdem geben sie den Muskeln genau das, was sie brauchen, um beim Januar-Neustart nicht zu streiken, sondern zu wachsen.

Gemüse & Ballaststoffe: sanfte Unterstützung für die Verdauung

Während Proteine für Stabilität sorgen, sind Gemüse und Ballaststoffe die, die dem Bauch nach den Feiertagen wieder ein bisschen Frieden schenken. Sie bringen Volumen auf den Teller, sorgen für eine angenehme Sättigung und unterstützen die Verdauung.

Ballaststoffreiche Lebensmittel wirken wie ein freundlicher „Frischekick“: leise, aber effektiv.

Tipps gegen die „Nach-Weihnachts-Heißhunger-Phase“

Die Tage nach Weihnachten fühlen sich für viele an wie ein kleiner Entzug vom Festtagsbuffet: Der Kopf weiß, dass Schluss ist mit Lebkuchen & Co., aber der Körper klopft trotzdem immer wieder höflich an und fragt: „Hast du vielleicht noch was Süßes?“
Keine Sorge, das ist völlig normal. Der Blutzucker hat sich über die Feiertage an die ständige Versorgung gewöhnt, braucht aber nur ein paar sanfte Erinnerungen, um wieder in den Alltag zurückzufinden.

Hier ein paar Tricks, die überraschend gut funktionieren:

Ein großes Glas Wasser vor der Mahlzeit

Oft meldet sich nicht wirklich Hunger, sondern Durst. Ein Glas Wasser klärt die Lage erstaunlich gut und oft verschwindet der vermeintliche Hunger von selbst.

Drei Mahlzeiten an Stelle von ständigem Knabbern

Viele kleine Snacks halten den Hunger paradoxerweise am Leben. Feste Mahlzeiten hingegen bringen Ruhe.

„Besser-süß“ statt „gar nicht süß“

Heißhunger lässt sich nicht verbieten, aber umlenken. Beeren mit Quark, ein Stück Obst oder ein paar Nüsse stillen das Bedürfnis nach Süßem, ohne den Blutzucker Achterbahn fahren zu lassen.

Kaffee oder Schwarzer Tee

Beides kann kurzfristig den Appetit dämpfen. Kein Zaubertrick, aber oft genau das kleine Zeitfenster, das man braucht, bis der Heißhunger wieder abzieht.

Nach dem Essen kurz raus

Ein paar Minuten frische Luft oder ein lockerer Spaziergang wirken Wunder. Bewegung senkt Stress, hebt die Laune und lenkt zuverlässig vom Snackschrank ab.

Mit Bewegung zurück ins Gleichgewicht

Nach den Feiertagen klingt „mehr Bewegung“ oft nach großem Vorsatz und wenig Lust. In Wahrheit braucht es aber gar keine Sportpläne oder komplizierte Workouts. Der Körper freut sich schon über kleine, freundliche Impulse, so wie die Gelenke über ein bisschen Durchschütteln, der Kopf über frische Luft und der Kreislauf über ein paar Schritte mehr.

Ein Glas Wasser mit Zitrone

Was jetzt besonders gut tut

Eine junge Frau, die am trainieren ist.

Ein Mini-Workout, das immer geht

Dieses kleine Programm dauert etwa fünf Minuten und bringt trotzdem alles in Bewegung:

  1. 10 Kniebeugen
  2. 10 Wandliegestütze
  3. 10 Ausfallschritte (oder Schritt nach hinten)
  4. 20 Sekunden Plank
  5. einmal tief durchatmen

Wer mag, macht eine zweite Runde. Wer nicht mag, hat trotzdem etwas Gutes für sich getan.

Warum ein alkoholfreier Januar überraschend gut tut

Nach den Feiertagen kann ein alkoholfreier Januar – der „Dry January“ – genau der richtige Impuls sein. Alkoholpausen entlasten die Leber, geben dem Stoffwechsel Raum zur Erholung und haben nichts mit Einschränkung der Lebensqualität zu tun. Im Gegenteil: Für viele fühlt sich ein Januar ohne Alkohol eher wie eine wohltuende Pause an, ein Moment zum Durchatmen.
Solche kleinen Herausforderungen stärken und bringen frische Energie. Oft spürt man schon nach kurzer Zeit erste positive Effekte.

Was eine alkoholfreie Phase bewirken kann

Die Leber kann aufatmen.
Ohne Alkohol arbeitet sie ruhiger und effizienter, ein echter Vorteil nach den festlichen Wochen.

Der Schlaf wird tiefer.
Viele merken schnell, dass sie erholter aufwachen und tagsüber mehr Energie haben.

Der Blutzucker pendelt sich ein.
Weniger Alkohol bedeutet auch weniger Heißhunger.

Die Verdauung fühlt sich leichter an.
Der Bauch wirkt weniger aufgebläht, der Körper reagiert ausgeglichener.

Die Haut profitiert mit.
Weniger Alkohol = weniger Entzündungsprozesse = klareres Hautbild.

Die Stimmung stabilisiert sich.
Viele erleben sich konzentrierter, gelassener und insgesamt ausgeglichener.

Wie der Einstieg gelingt – ohne Druck

Ein Dry January muss nicht perfekt sein. Kleine, machbare Schritte bringen oft den größten Effekt:

Oft entsteht daraus ganz von selbst eine Routine, die gut tut. Der Körper zeigt schnell, dass ihm die Pause gefällt.

Fazit: Ein leichterer Start ins neue Jahr

Der Jahreswechsel muss kein radikaler Schnitt sein. Oft genügt es, ein paar Gewohnheiten sanft in eine neue Richtung zu lenken: etwas bewusster essen, ein bisschen mehr Bewegung, den Heißhunger beruhigen und dem Körper mit einer alkoholfreien Phase eine Pause gönnen.

Das sind nur kleine Schritte, aber gemeinsam entfalten sie eine erstaunliche Wirkung. Die Verdauung wird ruhiger, der Schlaf tiefer, der Kopf klarer. Und irgendwann merkt man, dass die „Feiertagsschwere“ einfach verschwunden ist, ohne große Anstrengungen.

Ein leichter Start ins neue Jahr entsteht nicht durch Perfektion, sondern durch viele kleine Entscheidungen, die sich gut in den Alltag einfügen. Und nicht vergessen:

Ein gutes Jahr beginnt damit, freundlich mit sich selbst zu sein.

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